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FAQ's

Häufig erreichen mich eMails mit ähnlich lautenden Anfragen. Ich versuche, jede Frage individuell zu beantworten. Da manche Fragen und Auskünfte aber häufiger vorkommen und für viele PKA's und PKA-Azubis interessant erscheinen, habe ich die eMails der letzten Zeit hier zusammengestellt:


Frage:

Ich habe meine Ausbildung angefangen 2000 und wurde schwanger. Habe Mutterschutzurlaub bezogen. 2005 bekam ich mein zweites Kind und bin jetzt noch in Mutterschutz. Hatte die schriftliche Prüfung im Jahr 2003 nicht bestanden. Jetzt will ich die Prüfung im Sommer dieses Jahr machen. Aber ich habe ein Problem: ich lerne zu Hause alleine, ich weis nicht wie ich mich besser vorbereiten kann. Es hat sich vieles verändert. Welche Bücher kann ich benutzen? Können sie mir helfen? Danke ... (4. August 2006)

Antwort:

Das mit den Büchern kommt ganz auf den Geldbeutel an. In den beiden Fachverlagen GOVI und Deutscher Apothekerverlag sind ausgezeichnete Lehrbücher erschienen, die auch ständig aktualisiert werden. Gehen Sie doch einfach 'mal auf die Seite www.dav-buchhandlung.de und geben links oben als Suchwort „PKA“ ein. Oder Sie suchen bei www.govi.de, klicken auf „Suchen + Finden“ und geben „PKA“ in das Feld „Stichwort“ ein. In beiden Fällen werden ganz viele Bücher aufgelistet, die alle grundsätzlich empfehlenswert sind.

Ich würde wahrscheinlich folgenden Büchern den Vorzug geben:

Meiner Meinung nach ist PKA 23 von Knoellinger/Berger immer noch das beste Lehrbuch für PKA-Azubis. Es hat allerdings auch einen stolzen Preis von 45 Euro. Wie Sie selbst schreiben: es hat sich in der letzten Zeit vieles verändert. Deshalb sollten Sie auch in eine neue Auflage investieren. Mit den Fragen und Antworten auf der beiliegenden CD-ROM verfügen Sie über die Möglichkeit, sich gut auf alle Bereiche der Prüfung vorzubereiten.

Das PKA-Arbeitsbuch von Jürgen Benner (19,80 Euro) ist auch sehr gut gemacht. Man benötigt allerdings zusätzlich das 48 Euro teure Lösungsbuch (ist eigentlich mehr für Lehrer zur Unterrichtsvorbereitung gedacht) oder ein Lehrbuch (z.B. die PKA 23), um die Antworten selbst zu erarbeiten bzw. zu überprüfen.

Die PKA-Ausbildung in Fragen und Antworten von Helmut Götz (38 Euro) ist ebenfalls recht brauchbar, weil Sie – wie der Titel schon sagt – die Antworten gleich nachsehen können.

Das Buch Prüfungsvorbereitung PKA hat einen recht günstigen Preis (17 Euro). Die derzeit verfügbare Auflage ist allerdings schon von 2003. Für die meisten Kapitel dürfte das nicht so wichtig sein, aber die allerneuesten Themen darf man da wohl schon nicht mehr erwarten.

Viel Erfolg beim Lernen und herzliche Grüße an Sie und Ihre Familie


Frage:

Da ich aus familiären Gründen meinen Wohnort wechseln möchte müsste ich wissen, welche Kündigungsfristen laut dem Bundesrahmentarifvertrag für Apothekenmitarbeiterinnen gelten. Ich bin seit zwei Jahren ausgelernte PKA und arbeite in einer Apotheke. Außerdem würde ich gerne erfahren welche Organisation mir bei der Arbeitssuche helfen könnte wie z.B. die zuständige Kammer. (10. März 2006)

Antwort:

In § 19 Abs. 1 BRTV ist festgelegt: „Die Kündigungsfrist beträgt beiderseits 6 Wochen zum Vierteljahresschluss.“
Der Tarifvertrag gilt aber nur, wenn beide – Apothekenmitarbeiter und Apothekenleiter – Mitglied in der jeweiligen Tarifgemeinschaft sind, oder wenn im Arbeitsvertrag ein entsprechender Passus aufgenommen ist, beispielsweise „Für das Arbeitsverhältnis gelten ergänzend die Regelungen des zwischen dem Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken und ADEXA – Die Apothekengewerkschaft geschlossenen Bundesrahmentarifvertrags für Apothekenmitarbeiter in der jeweils geltenden Fassung als Bestandteil dieses Arbeitsvertrages.“
Ansonsten findet Berücksichtigung:
§ 622 Abs. 1 BGB – Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen: „Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.“

Bei der für Ihren neuen Wohnort zuständigen Apothekerkammer gibt es bestimmt eine Stellenbörse. Die Kontaktdaten finden Sie auf www.pka-info.de/LAKs.htm.

Viel Erfolg bei der Stellensuche und gute Nerven beim Umzug!


Frage:

Ich gehöre noch zu den "alten Helferinnen" (Brief 1980 erhalten) und ich arbeite immer noch mit viel Spaß in meinem Lehrberuf.
Nun haben wir (meine lieben Kolleginnen) und ich gehört, dass es einen neuen Tarifvertrag geben soll. Leider konnten wir noch keine detaillierten Zahlen finden (außer dass nun wieder die 40 Stundenwoche eingeführt wird). Es wäre schön wenn Sie mir (uns) weiterhelfen könnten, da unser Chef mit aktuellen Daten immer nicht so schnell ist.
(6. März 2006)

Antwort:

Der aktuelle Gehaltstarif (gültig seit 01.01.2006) ist in der Pharmazeutischen Zeitung vom 9. Februar 2006 abgedruckt (S. 99). Stimmt - ADA und ADEXA haben sich auf eine weitere Arbeitszeitverlängerung verständigt. Der komplette Text des Bundesrahmentarifvertrags wurde in der PZ Nr. 2 vom 13. Januar 2005 auf den Seiten 76 ff. abgedruckt.

Für Apothekenhelfer, Apothekenfacharbeiter, Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte und Pharmazeutische Assistenten gilt ab 1. Januar 2006 folgendes Brutto-Monatsgehalt (bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden):

1. bis 2. Berufsjahr

1.469,00 Euro

3. bis 6. Berufsjahr

1.530,00 Euro

7. bis 9. Berufsjahr

1.590,00 Euro

10. bis 13. Berufsjahr

1.692,00 Euro

ab 14. Berufsjahr

1.823,00 Euro

Die monatliche Ausbildungsvergütung für PKA-Azubis beträgt

im 1. Ausbildungsjahr

501,00 Euro

im 2. Ausbildungsjahr

567,00 Euro

im 3. Ausbildungsjahr

623,00 Euro

Für alle Arbeitsverhältnisse unter (bzw. über) 40 Wochenstunden gilt die Berechnungsformel:

Neues Tarifgehalt geteilt durch 40 x Anzahl der vertraglich festgelegten Wochenstunden (Quelle: ADEXA)


Frage:

Ich habe die Ausbildung zur PKA im Juni beendet und bin übernommen worden.
Ich möchte gerne wissen, wie viele Urlaubstage mir zustehen bei einer Wochenarbeitszeit von 38,5 Std. und bei einer Wochenarbeitszeit von 39,5 Std. (Alter und neuer Tarifvertrag)
(9. Juni 2005)

Antwort:

Zunächst gratuliere ich Ihnen für die Übernahme nach der Ausbildung – das ist in der heutigen Zeit ja leider keine Selbstverständlichkeit mehr.

Zum Thema „Tarifvertrag“ müsste zunächst geklärt werden, ob der „Bundesrahmentarifvertrag für Apothekenmitarbeiter“ in Ihrem Fall überhaupt gilt:

Wie in anderen Branchen auch so gibt es für den Bereich der öffentlichen Apotheken auch zwei Tarifparteien: die Vertretung der Apothekenleiter (Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken – ADA) und die „Gewerkschaft“ (ADEXA – Die Apothekengewerkschaft; früher BVA). Diese beiden Verbände handeln die Arbeitsbedingungen (Arbeitszeit, Urlaub etc.) und den Gehaltstarif aus. Was dort beschlossen wurde, gilt zunächst nur, wenn beide Personen, also Chef und Mitarbeiter in der jeweiligen Organisation Mitglied sind. Aber auch für Apothekenmitarbeiter, die kein ADEXA-Mitglied sind, stellt der jeweils gültige Tarifvertrag üblicherweise die Grundlage für das Arbeitsverhältnis dar. Allerdings finden das beide Verbände, ADA und ADEXA nicht gerade toll, da es sich bei den Nichtmitgliedern ja um so genannte „Trittbrettfahrer“ handelt, die an den Ergebnissen der Verhandlungen Teil haben, ohne Beiträge an die jeweilige Organisation zu bezahlen. Der Tarifvertrag gilt auch für Nichtmitglieder, wenn das in Ihrem schriftlichen Arbeitsvertrag (Sie haben doch hoffentlich einen solchen?!) so vereinbart wurde.

Die volle Stundenzahl laut derzeit gültigem Tarifvertrag beträgt 39,5 Stunden.

Der Urlaubsanspruch wird im Tarifvertrag wie folgt geregelt:

Der Urlaubsanspruch bleibt also gleich, egal ob man eine Wochenarbeitszeit von 38,5 oder 39,5 Stunden vereinbart hat, sofern an sechst Tagen in der Woche gearbeitet wird. Ansonsten ist nach obiger Formel umzurechnen; ggf. nach dem gleichen Schema auch in Stunden.

Nach altem, inzwischen nicht mehr gültigem Tarifvertrag betrug der Urlaubsanspruch 32 bzw. 34 Werktage zuzüglich eines Werktags nach 4-jähriger ununterbrochener Betriebszugehörigkeit.

Der Text des ab 1. Januar 2005 gültigen Bundesrahmentarifvertrags ist übrigens in der PZ vom 13. Januar 2005 veröffentlicht worden.

Falls der BRTV für Ihr Arbeitsverhältnis nicht gelten sollte, müssen Sie sich nach den allgemeinen in Deutschland gültigen Regelungen erkundigen; die würde ich vielleicht 'mal beim Bundesministerium für Arbeit in Erfahrung bringen.


Frage:

Wie sieht das aktuelle Gehalt einer PKA aus? Habe jetzt schon einiges über den neuen Tarifvertrag gehört aber noch nichts konkretes über eine evtl. Gehaltserhöhung! Ich bin seit 2003 PKA und würde gerne ein paar Infos bekommen!
Ich hoffe sie können mir weiterhelfen!
(21. Februar 2005)

Antwort:

Von einer „satten“ Gehaltserhöhung kann beim neuen Gehaltstarif und Bundesrahmentarifvertrag m.E. nicht die Rede sein. Mit der Erhöhung der Tarifgehälter um 4,9 % wurde zwischen ADA und ADEXA nämlich gleichzeitig eine Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit um eine Stunde auf 39,5 Stunden vereinbart. Der komplette Text von Gehaltstarif und Bundesrahmentarifvertrag wurde in der Pharmazeutischen Zeitung Nr. 2 vom 13. Januar 2005 auf den Seiten 76 ff. bzw. 103 f. abgedruckt.

Für Apothekenhelfer, Apothekenfacharbeiter, Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte und Pharmazeutische Assistenten gilt ab 1. Januar 2005 folgendes Brutto-Monatsgehalt:

1. bis 2. Berufsjahr

1.386,99 Euro

3. bis 6. Berufsjahr

1.403,61 Euro

7. bis 9. Berufsjahr

1.429,36 Euro

10. bis 13. Berufsjahr

1.606,35 Euro

ab 14. Berufsjahr

1.758,68 Euro

Die monatliche Ausbildungsvergütung für PKA-Azubis beträgt

im 1. Ausbildungsjahr

493,97 Euro

im 2. Ausbildungsjahr

552,43 Euro

im 3. Ausbildungsjahr

610,36 Euro

 


Frage:

Ich würde mich für eine Ausbildung als PKA interessieren und da wollte ich mal fragen welche Vorraussetzungen gegeben sein müssen (z.B. Schulabschluss), und wie hoch die Chance ist einen Arbeitsplatz zu bekommen. (4. Februar 2005)

Antwort:

Bei der PKA handelt es sich um einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, der keiner gesetzlich vorgeschriebenen Schulbildung als Zugangsvoraussetzung bedarf. Die Ausbildungsinhalte bauen jedoch auf dem Hauptschulabschluss auf. Viele der Auszubildenden haben einen mittleren Schulabschluss. Daneben sind eine gute Allgemeinbildung sowie gute Kenntnisse in Deutsch, Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern Voraussetzung. Interesse für pharmazeutische und kaufmännische Fragestellungen ist ebenso wichtig wie Sorgfalt, Zuverlässigkeit und natürlich Teamfähigkeit.

Die Ausbildung zur PKA erfolgt im dualen System, das bedeutet, dass die Auszubildende in einem Betrieb, in diesem Fall in einer öffentlichen Apotheke, praktisch ausgebildet wird und parallel dazu die Berufsschule besucht. Welche Berufsschule für Sie in Frage kommt, erfahren Sie bei der für Sie zuständigen Apothekerkammer (Infos zu den Kammern unter www.pka-info.de/LAKs.htm). Dort erhalten Sie bestimmt auch Tipps zur erfolgreichen Suche eines Ausbildungsplatzes.

Mehr zur Ausbildung und den Berufsaussichten (auch außerhalb einer öffentlichen Apotheke) erfahren Sie auf der Homepage der ABDA www.abda.de unter „Themen – Apothekenteam“.

Viel Erfolg bei der Ausbildungsplatzsuche!


Frage:

Ich bin so zu sagen noch ein Relikt aus vergangenen Zeiten, habe meine Ausbildung 1971 in der ehemaligen DDR gemacht, heißt Apothekenfacharbeiter. Bis vor 2 Jahren war ich in einer Apotheke tätig und bin dann aus betrieblichen Gründen gekündigt worden.
Leider ist es mir noch nicht gelungen wieder in Arbeit zu kommen, nachdem die Arbeitgeber häufig PKA's suchen wäre es sicher angebracht meine Ausbildung dementsprechend anzupassen da mir ja die kaufmännische Schiene fehlt.
Meine Frage wäre, ob so etwas möglich ist und wenn nicht was empfehlen Sie mir um meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu optimieren?
(3. Februar 2005)

Antwort:

Wenn Sie bis vor zwei Jahren kontinuierlich in einer öffentlichen Apotheke tätig waren, haben Sie doch vielen jungen Mitbewerberinnen eine Menge Berufserfahrung voraus!

Der Wissenszuwachs in Wissenschaft und Technik erfordert auch von der PKA eine stete Bereitschaft sich fortzubilden. Ich glaube, dass der Nachweis von solchen Fortbildungen bei den Mitarbeiter-suchenden Apothekern gut ankommen würde. Angebote findet sie hierfür bei den Apothekerkammern (Infos zu den Kammern unter www.pka-info.de/LAKs.htm). Dort sollten Sie auf jeden Fall 'mal anrufen. Bei der Kammer gibt’s meistens auch eine Stellenbörse, und Sie erhalten vielleicht noch ein paar Tipps, wie Sie Ihre Chancen am Arbeitsmarkt vergrößern können.

Wenn Sie bei Ihrer nächsten Bewerbung von all diesem Engagement berichten können, hinterlassen Sie bestimmt einen besonders positiven Eindruck!

Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre berufliche Zukunft!


Frage:

Ich bin 23 Jahre alt und habe eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation abgeschlossen, nun war ich auf einer Berufsoberschule und habe meine „Mittlere Reife“ nachgeholt.
Nun möchte ich nochmals eine Ausbildung machen, da ich in den Branchen meines Berufs nicht allzu glücklich bin. Ich strebe nun die Ausbildung zum PKA an, da mir die Branche sehr zusagt, das Tätigkeitsfeld natürlich auch.
Nun meine Frage: kann ich die Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzen? Des Weiteren wollte ich fragen, ob es die Möglichkeit gibt, sich nach der Ausbildung zum PKA zum PTA fortzubilden. Gibt es da extra Kurse etc.?
(1. November 2004)

Antwort:

Ihre abgeschlossene Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation ist mit Sicherheit ein optimales Startkapital für die Berufsausbildung zum PKA. Sie dürften damit bereits alle kaufmännischen Inhalte der Berufsausbildung kennen, und Kommunikation, natürlich auch Bürokommunikation besitzt in der Apotheke einen besonders hohen Stellenwert.

Die Verkürzung der Ausbildungszeit um ein halbes Jahr ist möglich, wenn die Voraussetzungen für eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung vorliegen. Die Details dazu:

Inwieweit Sie durch Ihre abgeschlossene Berufsausbildung von der Teilnahme an Unterricht und Prüfungen in den kaufmännischen Fächern freigestellt werden könnten, kann ich Ihnen nicht beantworten. Solche Entscheidungen werden stets im Einzelfall getroffen und Sie müssen sich diesbezüglich an Ihre zuständige Apothekerkammer wenden – das ist für Sie (in Nürnberg) die Bayerische Landesapothekerkammer, www.blak.de.

Unter der Rubrik „Apotheke – Berufsbilder“ sind dort auch umfangreiche Infos zu den Ausbildungsgängen PKA und PTA hinterlegt inklusive der Adressen von Schulen. Ich bin keine Expertin für die Ausbildung zum PTA, aber so weit ich weis, wird von der abgeschlossenen PKA-Ausbildung lediglich die praktische Tätigkeit in der Apotheke bei der PTA-Ausbildung angerechnet – für mehr „Erleichterungen“ sind die Berufsschwerpunkte zu verschieden.

Nun wünsche ich Ihnen viel Erfolg beim Beginn Ihrer Apotheken-Laufbahn! Lassen Sie sich von den vielen Frauen in Ihrer neuen Klasse nicht unterkriegen!!!


Frage:

Nachdem ich 1989 meinen Helferinnenbrief gemacht habe, möchte ich jetzt wieder in einer Apotheke arbeiten. Nur leider kann ich nirgends Informationen finden bezüglich des Gehaltes. Können sie mir dazu vielleicht Auskunft geben???
Vielleicht habe ich auch die Möglichkeit in einer Krankenhausapotheke anzufangen, wie sieht es da mit den Tariflöhnen nach BAT aus??
(16. Mai 2004)

Antwort:

Für Apothekenhelfer(innen) und PKA's gelten laut Gehaltstarif für Apothekenmitarbeiter derzeit folgende Brutto-Monatsgehälter bei einer regelmäßigen Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden:

Das erste Berufsjahr der Apothekenhelfer(innen) und PKA's beginnt nach bestandener Abschlussprüfung. Es zählen nur Tätigkeiten im pharmazeutischen Bereich.
Teilzeitbeschäftigung von mindestens 20 Wochenstunden wird voll auf die Berufsjahre angerechnet. Tätigkeit von 8 bis weniger als 20 Wochenstunden wird mit der entsprechenden Quote im Verhältnis zur vollen tariflichen Arbeitszeit gewertet. Tätigkeit von weniger als 8 Wochenstunden bleibt unberücksichtigt.

Einige allgemeine Infos zur derzeitigen Tarifsituation in Apotheken entnehmen Sie bitte meiner unten stehenden Antwort auf die Frage vom 14. April 2004.

Zur Gehaltssituation von Mitarbeitern in Krankenhausapotheken kann ich Ihnen leider keine Auskunft geben. Vielleicht versuchen Sie es 'mal beim Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker e.V. (www.adka.de). Wenn Sie dort keine ausreichenden Infos bekommen, würde ich Ihr Anliegen - wenn Sie möchten - an einen befreundeten Krankenhausapotheker "weiterreichen".

Viel Erfolg bei der Jobsuche und Ihren Gehaltsverhandlungen!


Frage:

in den FAQ’s Ihrer Seite steht, dass man die Ausbildung zur PKA bis auf 2 Jahre verkürzen kann. Ich habe die Ausbildung bereits seit längerem hinter mir.
Trotz Abitur konnte ich allerdings nur ein halbes Jahr verkürzen, was bei einem Notendurchschnitt von 2 für alle möglich wäre. Damals wurde uns gesagt, dass man auch nur ein halbes Jahr verkürzen könnte. Hat man mir damals etwas falsches erzählt? Ich meine, 6 Monate eher das Gehalt einer ausgelernten PKA, das wäre schon ganz angenehm gewesen, um es mal freundlich auszudrücken.
Außerdem wollte ich mal fragen, ob die Ausbildung denn eigentlich allgemein auch als kaufmännische Ausbildung außerhalb der Apothekerkammer (z.B. IHK) gilt. Ich würde mich nämlich beruflich gerne mehr in den kaufmännischen Bereich orientieren, habe aber im Bezug auf gelernte Bürokauffrauen immer das Nachsehen.
(13. Mai 2004)

Antwort:

Der Knackpunkt, warum Sie Ihre Ausbildungszeit nur um ein halbes Jahr verkürzen durften, könnte der sein, dass die Verkürzung aufgrund des Abiturs bereits zum Zeitpunkt des Ausbildungs-Vertragsabschlusses bei der zuständigen Apothekerkammer beantragt werden musste. Wenn das zu Beginn der Ausbildung nicht geschehen ist, hatten Sie später nur die Möglichkeit, wie alle anderen Azubis (auch ohne Abi) die Ausbildung aufgrund eines guten Notendurchschnitts um ein halbes Jahr zu verkürzen (s.a. unten die Antwort auf die Frage vom 16. März 2004).

Natürlich "gilt" Ihre kaufmännische Ausbildung als PKA auch in anderen Bereichen außerhalb der öffentlichen Apotheke. Sie müssen allerdings ggf. damit rechnen, dass man von Ihnen zunächst eine gründliche Einarbeitung und/oder die Teilnahme an vertiefenden Lehrgängen (z.B. in den Bereichen EDV, Büroorganisation, Kreditoren bzw. Debitorenbuchhaltung, Kommunikationstechniken, Konferenz- und Besprechnungsvorbereitung) nahelegt. Einen echten Vorteil gegenüber "normalen" Bürokauffrauen haben Sie - so könnte ich mir vorstellen - in Firmen und Organisationen, die im Bereich "Gesundheitswesen" angesiedelt sind, also beispielsweise Pharmazeutischer Großhandel, Pharmazeutische Industrie, Krankenkassen, private Krankenversicherungen, Apothekenabrechnungszentren, ärztliche Verrechnungsstellen, Apotheker- oder Ärztekammer, Berufsgenossenschaft, Gesundheitsamt usw.

Ich hoffe, ich habe Ihnen etwas weitergeholfen und wünsche Ihnen alles Gute für Ihre berufliche Zukunft.


Frage:

Ich werde vermutlich im September mit einer Ausbildung als PKA beginnen. Die einzige Frage die mir noch offen steht ist: wie viel verdient man während der Ausbildung? (14. April 2004)

Antwort:

Zur Beantwortung Ihrer Frage schicke ich den Zahlen einige Infos zur derzeitigen Tarifsituation in Apotheken voraus:

Wie in anderen Branchen auch so gibt es für den Bereich der öffentlichen Apotheken auch zwei Tarifparteien: die Vertretung der Apothekenleiter (Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken – ADA) und die „Gewerkschaft“ (Der Bundesverband der Angestellten in Apotheken – BVA). Diese beiden Verbände handeln die Arbeitsbedingungen (Arbeitszeit, Urlaub etc.) und den Gehaltstarif aus. Was dort beschlossen wurde, gilt zunächst nur, wenn beide Personen, also Chef und Mitarbeiter in der jeweiligen Organisation Mitglied sind. Aber auch für Apothekenmitarbeiter, die kein BVA-Mitglied sind, stellt der jeweils gültige Tarifvertrag üblicherweise die Grundlage für das Arbeitsverhältnis dar. Allerdings finden das beide Verbände, ADA und BVA nicht gerade toll, da es sich bei den Nichtmitgliedern ja um so genannte „Trittbrettfahrer“ handelt, die an den Ergebnissen der Verhandlungen Teil haben, ohne Beiträge an die jeweilige Organisation zu bezahlen.

Zur Zeit (April 2004) haben wir gar keinen gültigen Gehaltstarifvertrag! Der letzte Gehaltstarifvertrag ist vom BVA zum 31. Dezember 2002 gekündigt worden – seitdem haben etliche Tarifgespräche zwischen BVA und ADA ohne Ergebnis stattgefunden, zuletzt am 12. Januar 2004. Deshalb kann ich Ihnen nur die Ausbildungsbeihilfe mitteilen, die im letzten, offiziell aber nicht mehr gültigen Gehaltstarifvertrag genannt wurde; welches Geld letztlich in Ihrem Ausbildungsvertrag stehen wird, hängt vom individuellen Verhandlungsergebnis zwischen Ihnen und Ihrem Ausbilder ab.

Monatliche Ausbildungsbeihilfen (brutto) für PKA-Azubis (gültig bis 31.12.2002):

Ich wünsche Ihnen einen guten Verlauf Ihrer Ausbildung!


Frage:

Als ausgebildeter Bürokaufmann bin ich derzeit in einem Industrieunternehmen tätig. Richtig zufrieden bin ich damit aber nicht und habe mir Gedanken gemacht, wie ich mich mit dieser doch recht guten Ausbildung weiterbilden könnte. Da fiel mir das Aufgabengebiet eines PKA ins Auge. Grundsätzlich würden mir dessen Aufgaben und Pflichten sehr zusagen.
Jetzt würde ich gern wissen, ob ich in einer Apotheke als PKA arbeiten könnte. Müsste ich noch mal von vorne anfangen, d.h. eine neue Ausbildung zum PKA machen, oder könnte ich mit Weiterbildungsmaßnahmen oder mit einer Zusatzausbildung diese Tätigkeit auch ausführen? Wie lange müsste ich noch weiterlernen?
(16. März 2004)

Antwort:

Es ist schade, dass Sie trotz Ihrer guten Berufsausbildung mit Ihrer derzeitigen Tätigkeit nicht so recht zufrieden sind. Auch im Apothekenbereich hat uns die Politik ja leider in letzter Zeit eine Menge schlecht gemachter Gesetze und Rahmenbedingungen zugemutet, die so richtige Berufszufriedenheit nur schwer aufkommen lassen. So langsam fragt man sich, wofür wir uns die Mühe gemacht haben, eine so hohe berufliche Qualifikation zu erreichen und uns immer weiter anstrengen, durch Fort- und Weiterbildung immer besser zu werden, wenn die Bemühungen damit honoriert werden, dass immer mehr in Bürokratie und Verwaltung versickert. 

Aber nun zu Ihrer Frage: Trotz allem finde ich es lobenswert, wenn sich jemand nach einer neuen Herausforderung umschaut. Ich denke, es ist für eine berufstätige Person heutzutage durchaus normal, wenn man nicht sein ganzes Leben lang die selbe Beschäftigung ausübt, sondern während seiner Berufstätigkeit mindestens in einem zweiten, wenn auch verwandten Beruf arbeitet.

Den regulären Berufsabschluss als PKA kann man tatsächlich nur mit der entsprechenden Ausbildung erlangen (dreijährige duale Ausbildung in Apotheke und Berufsschule). Unter folgenden Voraussetzungen ist eine Verkürzung auf minimal zwei Jahre möglich:

          Eine Verkürzung der Ausbildungsdauer um sechs Monate bereits zum Zeitpunkt des Ausbildungs-Vertragsabschlusses ist möglich bei Vorlage eines Abiturzeugnisses oder des Nachweises über die Fachhochschulreife. Die entsprechenden Nachweise in Kopie und der Antrag auf Verkürzung müssen zusammen mit dem Ausbildungsvertrag bei der zuständigen Apothekerkammer eingereicht werden.

          Eine weitere Verkürzung der Ausbildung um sechs Monate ist möglich, wenn die Voraussetzungen für eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung vorliegen, und zwar:

o         Die Leistungen in den berufsbezogenen Fächern werden von der Berufsschule mit mindestens Note 2,5 beurteilt und

o         der ausbildende Apotheker beurteilt die Leistungen im Apothekenbetrieb mit mindestens 2,0 (gut).

Der Antrag auf vorgezogene Abschlussprüfung kann dann etwa neuen Monate vor Ablauf der regulären Ausbildungszeit bei der Apothekerkammer gestellt werden.

Inwieweit Sie durch Ihre abgeschlossene Berufsausbildung von der Teilnahme an Unterricht und Prüfungen in den kaufmännischen Fächern freigestellt werden könnten, kann ich Ihnen nicht beantworten. Solche Entscheidungen werden stets im Einzelfall getroffen und Sie müssen sich diesbezüglich an Ihre zuständige Apothekerkammer wenden (s. links zu den 17 Landesapothekerkammern).

Inoffiziell könnte ich mir für Ihr spezielles Anliegen folgendes Modell vorstellen: Durch Ihre kaufmännische Ausbildung und Ihre Berufspraxis wären Sie doch sicher bestens geeignet, praktisch sofort in einer Apotheke einzusteigen und den kompletten anfallenden kaufmännischen Part zu managen. Vielleicht finden Sie ja einen Apothekenleiter, der Ihre Vorkenntnisse zu schätzen weis und bereit ist, Ihnen die sonstigen apothekenspezifischen Kenntnisse zu vermitteln. Jetzt spinne ich diesen Ansatz mal weiter ... Warum sollte es Ihnen eine Berufsschule nicht ermöglichen, lediglich an einem Vormittag in der Woche an den zwei bis drei Fachkunde-Unterrichtsstunden teilzunehmen, um das Wichtigste rund um die „besondere Ware Arzneimittel“, die „apothekenüblichen Waren“ und die relevanten gesetzlichen Bestimmungen zu lernen? Vielleicht wäre das trotz deutscher Bürokratie ja möglich.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls recht viel Glück bei Ihrer Entscheidungsfindung und ein erfolgreiches berufliches Weiterkommen.


Frage:

Ich bin PKA und zur Zeit arbeitssuchend, gibt es momentan Weiterbildungen oder Seminare für PKA`s. (nicht gemeint ist PTA-Ausbildung). Für Pharmareferentin fehlt mir noch Berufserfahrung. (31. Januar 2004)

Antwort:

Am schönsten wäre es natürlich, wenn Sie inzwischen wieder eine gute Arbeitsstelle gefunden hätten. Aber auch neben der Berufstätigkeit finde ich es mehr als wichtig, seine Kenntnisse durch Fort- und Weiterbildung stets auf dem aktuellen Stand zu halten und sich neue Bereiche zu erschließen.

Zu Ihrer Anfrage kann ich Ihnen folgende Tipps geben:

Achten Sie bei der Auswahl von Seminaren auf den Anbieter. Erste Adresse für Fortbildungen auf hohem Niveau sind für mich die Apothekerkammer und der Apothekerverband. Erkundigen Sie sich dort nach speziellen Fortbildungsangeboten für PKA’s. In meinem Kammerbereich (AK Nordrhein) wird da beispielsweise eine ganze Menge angeboten. Kontaktdaten Ihrer zuständigen Kammer finden Sie auf www.pka-info.de unter der Rubrik „die 17 Landesapothekerkammern“.

Der BVA (Bundesverband der Angestellten in Apotheken – www.bva-online.de) sowie die pharmazeutischen Großhandlungen (eine Übersicht gibt’s z.B. beim PHAGRO, Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels – www.phagro.de) bieten auch immer recht ordentliche Fortbildungen für alle Berufsgruppen in Apotheken an.

Viel Erfolg bei der Auswahl von interessanten Fortbildungsthemen!


Hier ist die zur Anfrage vom 27. Dezember 2003 zugehörige Prüfungs-Berichterstattung! Also - das schafft doch jeder PKA-Azubi!!!

Hallo Frau Lange,
Ich bin jetzt PKA! Vielen Dank nochmals für ihre Mühen. Die praktische Prüfung war wirklich nicht schwer. Falls sie des öfteren ähnliche Anfragen von PKA-Prüflingen erhalten, kann ich ihnen detailliert mitteilen was und wie geprüft wurde.
(23. Januar 2004)

 


Frage:

Ich habe am 20. Januar meine praktische PKA-Prüfung und kann mir darunter gar nichts vorstellen.
Können Sie mir vielleicht sagen wie die Prüfung in Baden-Württemberg abläuft, wie lange sie dauert und was gefragt werden kann? Ich habe meine Ausbildung 1999 begonnen und 2000 abgebrochen. Seit September diesen Jahres bin ich wieder in der Apotheke tätig und habe im November die schriftliche Prüfung abgelegt. Jetzt habe ich aufgrund der Ausbildungsverkürzung und meiner langen Ausbildungspause etwas Bammel vor der praktischen Prüfung. Ich würde mich gerne darauf vorbereiten. Ich wäre ihnen sehr dankbar wenn sie mir helfen könnten.
(27. Dezember 2003)

Antwort:

Wie die praktische PKA-Prüfung in Baden-Württemberg abläuft, kann ich Ihnen leider nicht im Detail sagen. Laut Berufsbildungsgesetz ist es Aufgabe der jeweiligen Landesapothekerkammer, eine für den Kammerbereich gültige Prüfungsordnung aufzustellen. Das kann dazu führen, dass sich die Prüfungsordnungen in den verschiedenen Bundesländern unterscheiden können.

Sie verfügen doch sicherlich über das Lehrbuch Knoellinger/Berger - PKA 22 (kann auch eine ältere Auflage sein). Dort ist im Anhang beispielhaft die Prüfungsordnung Ihrer zuständigen Kammer, der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg abgedruckt.

Dort heißt es (leider etwas sehr allgemein gehalten) in §14 Abs. 4: "Die praktische Prüfung einschließlich Prüfungsgespräch soll für den einzelnen Prüfling im Prüfungsfach Warenbewirtschaftung sowie im Prüfungsfach Tätigkeiten nach der Apothekenbetriebsordnung nicht länger als jeweils 90 Minuten dauern." (<-- Gesamtdauer also max. 180 Minuten)

In der bundesweit gültigen Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur PKA heißt es im § 8 Abs. 4 ein klein wenig konkreter: "In der praktischen Prüfung soll der Prüfling zeigen, dass er die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen anwenden kann. Er soll je eine komplexe Aufgabe aus folgenden Prüfungsfächern bearbeiten:

  1. im Prüfungsfach Warenbewirtschaftung und Marketing in der Apotheke,

  2. im Prüfungsfach Tätigkeiten nach der Apothekenbetriebsordnung insbesondere Fertigstellen, Abfüllen, Abpacken, Kennzeichnen und Taxieren von Arzneimitteln. Die Aufgabenstellung soll jeweils Ausgangspunkt für ein Prüfungsgespräch sein."

Zu Ihrer Beruhigung möchte ich Ihnen sagen, dass ein PKA-Azubi, der in seiner Lehr-Apotheke alle relevanten kaufmännischen Aufgaben, wie Bearbeitung einer Warensendung, Retouren, Rechnungen erstellen, Überweisungen ausfüllen etc., aber auch einige "pharamzeutische Hilfstätigkeiten" im Labor, wie z.B. Salben kaltrühren, Augentropfen sterilfiltrieren, Kapseln füllen, Defektur-Arzneimittel abfassen, Rezepturen etikettieren und taxieren etc. gelernt und selbst praktisch durchgeführt hat, die praktische Ausbildung ganz sicher bestehen wird - ehrlich! Die Prüfer, die Ihnen wahrscheinlich während Ihrer praktischen Prüfung hin und wieder über die Schulter schauen werden, wollen Sie ganz bestimmt nicht nervös machen oder gar verwirren. Das oben erwähnte kleine "Prüfungsgespräch" soll Sie höchstens bei der Lösungsfindung unterstützen, wenn Sie bei einer Aufgabe 'mal auf den "Holzweg" geraten sein sollten.

Also - ein ganz klein wenig Bammel vor der Prüfung ist OK, sonst fehlt's an dem nötigen Adrenalin für ein gutes Ergebnis. Aber wenn Ihnen Ihre Tätigkeit in der Apotheke Spaß macht und Sie jetzt noch etwas im Labor üben, Ihre Kollegen bei Bedarf mit reichlich Fragen überschütten, kann am 20. Januar eigentlich nichts schief gehen! Wenn Sie ganz auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie sich ja noch mit Frau Neuhold in Verbindung setzen, die in der Apothekerkammer Baden-Württemberg für die PKA-Ausbildung zuständig ist (Tel.-Nr. 0711/99347-35).

In diesem Sinne - viele Grüße und einen guten Start in das Jahr 2004. Ich hoffe nach dem 20. Januar von einem Erfolgserlebnis zu hören bzw. per eMail zu lesen!


Frage:

Ich fange eine Ausbildung als PKA an, nun habe ich eine Frage!
Macht man mit der Berufsschule auch Klassenfahrten?
(24. Juli 2003)

Antwort:

Grundsätzlich können auch in der Berufsschule Klassenfahrten stattfinden. Am Gertrud-Bäumer Berufskolleg Duisburg fahren manche Klassen beispielsweise nach Heidelberg, um u.a. das Apothekenmuseum zu besuchen. Oder die Oberstufe macht zusammen mit einem Lehrer ein paar Tage „Abschlussprüfung-Intensiv-Training“. Von meinem Berufskolleg nahe der holländischen Grenze aus finden auch regelmäßig einwöchige Schüleraustausche mit einer berufsbildenden Schule in Nijmegen statt.

Natürlich finden gewöhnlich auch ganz normale eintägige „Wandertage“ statt, wie Sie sie von Ihrer allgemeinbildenden Schule kennen. Da Sie als PKA-Auszubildende aber nicht die ganze Woche, sondern nur an zwei Tagen in die Schule gehen, kann es sein, dass der „Wandertag“ gerade auf einen Ihrer „Apothekentage“ fällt. Unabhängig von diesen Ausflügen wird es sicherlich 'mal die eine oder andere Besichtigungstour, z.B. zum pharmazeutischen Großhandel oder in einen botanischen Garten geben.

Was genau an Ihrer Berufsschule üblich und machbar ist, erfragen Sie am besten bei dem/den für die PKA-Ausbildung zuständigen Lehrer(n).

Viel Spaß in Schule, Apotheke und bei Ausflügen!


Frage:

Ich werde ab September eine Ausbildung zur PKA beginnen, doch weis ich noch nicht viel was in der Schule unterrichtet wird, ich hab mal gehört das man sich auf einen bestimmten Bereich wie z.B. Homöopathie  spezialisieren kann, weis aber nicht ob es stimmt, das würde ich gerne wissen. (20. Juli 2003)

Antwort:

Bei uns im Kammerbereich Nordrhein haben Sie an zwei Tagen Berufsschule - einen "langen" und einen "kurzen" Berufsschultag.

Der berufsbezogene Lernbereich umfasst die Fächer

Im berufsübergreifenden Lernbereich haben Sie Unterricht in

Klassenarbeiten, Noten etc. gibt's ganz "normal", wie Sie das von Ihrer jetzigen allgemeinbildenden Schule her kennen.

Außerdem findet im 2. Ausbildungsjahr eine schriftliche Zwischenprüfung über den gesamten bis dahin unterrichteten Lehrstoff (nur berufsbezogener Bereich) statt. Die Abschlussprüfung am Ende Ihrer Ausbildung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Danach sind Sie PKA! (s.a. http://www.pka-info.de/Ausbildung.htm)

Zu Ihrer zweiten Frage – Spezialisierung, z.B. im Bereich Homöopathie: Für PKA’s gibt es (noch) keine offizielle Spezialisierung in der Aus- oder Weiterbildung. Allerdings kommt es bei Apothekenleitern gut an, wenn Sie in Ihrem Lebenslauf unter „Berufsspezifische Fortbildung“ diverse besuchte Fortbildungsveranstaltungen nachweisen können, z.B. im Bereich Kosmetik und Körperpflege, Diätetika, Krankenpflegeprodukte, Dekoration, Warenlageroptimierung, Computer-Fachwissen etc. Damit kann man natürlich auch schon während der Ausbildung anfangen.

Denken Sie aber an das „K“ in Ihrer Berufsbezeichnung! Anders als Apotheker und PTA (Pharmazeutisch Technische Assistentin) bekommen Sie in der Berufsschule eine gute kaufmännische Ausbildung und werden in diesem Bereich Fachfrau in der Apotheke. Dafür bleibt es aber den beiden „pharmazeutischen Berufen“ Apotheker und PTA vorbehalten, die Kunden über Arzneimittel, also auch Homöopathika zu beraten. Natürlich lernen sie während Ihrer Ausbildung viel über Arzneimittel und auch über die Besonderheiten der homöopathischen Arzneimittel (schließlich führen auch Sie das „P“ für „Pharmazeutisch“ in der Berufsbezeichnung). Da aber Arzneimittel noch 'mal eine besondere fachliche Ausbildung erfordern, hat der Gesetzgeber vorgeschrieben, dass Sie in der Apotheke nur durch pharmazeutisches Personal (also Apotheker und PTA) abgegeben werden dürfen. Bitte seien Sie darüber nicht traurig! Ihre Stärken liegen im „Back office-Bereich“! (Bitte entschuldigen Sie das neudeutsche Wort) Hier kennen SIE sich nach Ihren drei Jahre Berufsausbildung besser aus als die anderen! Seien Sie sich dessen bewusst, wenn Sie später Ihre feste Anstellung suchen.

Noch Fragen???

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim jetzt vor Ihnen liegenden Schulabschluss (oder ist haben Sie den schon „in der Tasche“?) und einen guten Start in der Apotheke und Berufsschule. Haben Sie schon einen Ausbildungsplatz in einer Apotheke? Uns beiden wünsche ich, dass unsere Gesundheitspolitiker in den nächsten Tagen zu dem Ergebnis kommen werden, dass es eigentlich keine Alternative zu unserem derzeitig bestehenden effizienten Apothekensystem in Deutschland gibt!


Frage:

Da ich noch im dritten Lehrjahr bin und hoffentlich im Juni mit meiner Ausbildung fertig bin, fand ich Ihre Seiten sehr interessant. Was mich noch interessiert ist, welche Berufe eine PKA noch alle durchführen kann, oder in welche Bereiche sie noch gehen kann.
Ich würde nämlich gerne etwas anderes außer „Apotheke“ machen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir weiterhelfen könnten.
(2. März 2002)

Antwort:

Für Ihre bevorstehende Abschlussprüfung wünsche ich Ihnen zunächst viel Erfolg und die nötige Portion Glück   ;-))

Tja, Betätigungsfelder für PKA’s außerhalb der Apotheke... Schauen Sie doch mal regelmäßig hinten in die Stellenangebote der Pharmazeutischen Zeitung. Da werden PKA’s nicht nur von Apotheken gesucht.

Sie könnten Außendienstmitarbeiterin z.B. bei Arzneimittel- oder Randsortiment-Herstellern werden. Vertreiber von Apothekensoftware suchen auch oft PKA’s mit Computerkenntnissen. Oder bei Krankenkassen sind Sie gefragt, wenn es um Abrechnungsangelegenheiten geht. Oder könnten Sie sich eine Tätigkeit am anderen Ende der Telefonleitung beim pharmazeutischen Großhandel vorstellen? Mit der entsprechenden Berufserfahrung und Ihren Kenntnissen des Apothekensortiments könnten Sie in der Auftragsannahme oder sogar im Kundendienst tätig werden. Wussten Sie, dass überall wo Arzneimittel außerhalb der Apotheke verkauft werden (eben „freiverkäufliche“ Arzneimittel z.B. in Drogeriemärkten) eine „sachkundige Person“ für die Beratung über diese Arzneimittel anwesend sein muss? Andere Leute in solchen Geschäften müssen erst eine Prüfung (ich glaube beim Gesundheitsamt) bestehen, Sie als PKA haben diese Qualifikation mit dem PKA-Brief in der Hand. Und dann denken Sie doch an das „K“ in Ihrer Berufsbezeichnung. Im Juli haben Sie eine abgeschlossene Ausbildung in einem kaufmännischen Beruf und könnten sich werweiswo bewerben, wo es gerade auf diese Fähigkeit ankommt. Schauen Sie doch einmal über den Tellerrand Apotheke hinaus und halten die Augen offen, wo Sie dringend gebraucht werden!

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Dörte Lange